Dienstag, 4. August 2015

Rede vom 03. August 2015 von Wolfgang Schäfer

"Fremdenfeindlichkeit ein Integrations- oder ein soziales Problem?"

„Isch Murrat – und Du halt Fresse sonst isch ficke Deine Mutter!“
So sprechen die Kanacken in der dritten Generation in Deutschland.
Die nicht Kanacken, schon immer in Deutschland, antworten:
„Fick Disch selber du schwuler Kanack, du Spako du!“
Und dann knallt es, je nach Anwesenheit gewinnt die eine Seite oder die Andere. Gewalt ist an Hauptschulen allgegenwärtig.
Gewalt die diese Kinder von zu Hause und in Ihrem Wohnumfeld lernen. Gewalt oder nur pubertäres Kräftemessen? Spätestens wenn die eine Seite in die Hände der Islamisten und die andere Seite in die Hände der Neonazis fallen, ist aus pubertärem Kräfte-messen höchste Gefahr geworden. Die Frage ist aber, wo ist der Unterschied der zwei angesprochenen Gruppen? Sie verhalten sich gleich, aber nur eine Hälfte hat Migrationshintergrund.
Da von mangelder Integration als Ursache zu sprechen ist doch ein Witz. Das geht doch völlig am Problem vorbei.
Beide Gruppen begeben sich doch im ungünstigsten Fall in die Hände der Faschisten ob islamische Faschisten oder christliche Faschisten. Und beide Gruppen haben eine hohe Kriminalitätsrate! Warum sprechen beide Gruppen, egal ob Migranten oder Deutsche, auf die Verführungen an? Was haben beide Gruppen gemeinsam?
Ganz einfach, beide Gruppen werden von diesem Staat in Elend und Armut alleine gelassen. Der Dumpingstaat Deutschland lehnt diese Jugendlichen und Erwachsenen ab. Dumping ist das Zauberwort dieses Jahrhunderts. Geiz ist geil. Dumpingwohnungs-angebote. Durch fehlenden sozialen Wohnungsbau lässt dieser Staat die Menschen, diese Jugendlichen, in heruntergekommenen Wohnquartieren aufwachsen. Ghettoähnlich! Durch Dumpingbildung bekommen sie keine kostenlose KiTa Plätze. Sie sollen in heruntergekommenen Schulen, in viel zu großen Klassen, lernen, was die Privilegierten in modernen Schulen mit motivierten und motivierenden Lehrern, lernen. Die Lernmittel sind so veraltet, dass privilegierte Schüler sich Lernmittel dazukaufen. Dann geht es nach Dumpingbildung in die Ausbildung. Ausbildung mit Dumpingnoten – Fehlanzeige! Mit Vornamen wie Kevin, Murrat, Jaqueline und Soraya und Straßennamen wie Danziger Straße liegen die Hürden noch höher. Also bleibt nur der Job mit Dumpinglohn und Sozialdumping. Hat man davon die Schnauze voll, geht’s in die Arbeitslosigkeit mit Dumpingarbeitslosengeld. Dort wird ein Dumpingvermittlungsangebot bereitgestellt.
Wer berufsunfähig wird bekommt eine Dumpingrente, wer krank wird bekommt nur noch eine Dumpingversorgung, wer alt wird bekommt neben einer Dumpingrente auch nur noch eine Dumpingpflege von Pflegekräften mit Dumpinglöhnen.
Wer in aller Hergottswelt soll sich diesem Dumpingstaat verpflichtet fühlen. Ein Staat der drei Viertel seiner Bürger nur noch Dumping bietet. Für die Gutverdienenden ist das Dumping durch eigenes Geld auszugleichen, die trifft es weniger hart. Aber das Heer von Niedriglöhnern, das Heer von Arbeitslosen, das Heer prekär Beschäftigter und deren Kinder, trifft es mit voller Härte. Und diese Härte bekommen wir von den Heranwachsenden und jungen Erwachsenen zurück. Egal ob Migranten oder Deutsche.
Wir haben kein Integrationsproblem sondern ein riesiges soziales Problem. Dieser Staat und alle seine Parteien, die bisher in irgendeiner Form an der Regierung waren, liefern ihre Bevölkerung dem Dumping aus. Und warum? Um die Steuern nicht zu erhöhen. Um welche Steuern nicht zu erhöhen? Die Steuern der Reichen und Superreichen. Während alle in diesem Staat dem Dumping ausgeliefert werden, pilgert der Asozialen Partei Deutschlands Wirtschaftsminister Nils Schmid nach Berlin um den anstrengungslosesten aller Gelderwerbe, das Erben, noch billiger zu machen. Der wäre schon viel billiger wenn wir kein Verfassungsgericht hätten. Manchmal zuckt das noch.
Während drei Viertel der Bevölkerung dem Dumping ausgesetzt werden, werden die ebenfalls anstrengungslosen Zinsen weniger besteuert als harte Arbeit. Die Steuern auf Kapitalgesellschaften wie AG`s oder GmbH’s tragen noch zu 0,5 % bis 1,5% zum Steueraufkommen Deutschlands bei. 75% der Wirtschaftsleistung stammt in Deutschland aber aus Kapitalgesellschaften. Insgesamt wurden die Steuern für Reiche seit der Jahrhundertwende um 80 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt. Also um 1,2 Billionen Euro bis heute.
Uns bleibt dadurch nur das Dumpingangebot dieses Staates.
10 – 25 % der Bevölkerung profitieren vom Dumping, 50 % leiden darunter und für die untersten 25 % ist es unerträglich.
Bei Wahlen nutzt nur noch das Kreuz weit weit links, meistens ganz weit unten, zu machen, alles andere hatten wir schon – mit immer gleichem Resultat – Dumping für uns und Reichtum für einige Wenige! Und im Extremfall Krieg und Verderben.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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